Archive for Mai 2009

Zwischenbilanz (kurz)

Mai 25, 2009

Guten Morgen Deutschland,

hier ist es 5 Uhr und ich kann nicht mehr schlafen. Dafür bin ich aber auch nicht mehr müde. Guter Deal, ne? Wie ich das gemacht habe – keine Ahnung, aber besser als die letzten Tage als ich schlafen konnte und trotzdem müde war. Vielleicht liegt‘ s am Wetter, dem Smog… man weiß es nicht.

So, die Halbzeit ist überschritten – für die meisten Menschen ein guter Grund eine Zwischenbilanz zu ziehen… Bilanzen kann ich. Vielleicht nicht Wagner‘ sche Theorie, aber sonst bin ich dabei mit allem was dazu gehört. Bis auf lästige Ellbogenschoner natürlich.

Zurück zur Zwischenbilanz. Wie ist China eigentlich?

Diese Frage sollte ich ja nun eigentlich völlig souverän als Wahlbeijinger beantworten können und dabei noch einen weltmännischen, kosmopolitischen Eindruck machen. Genau den entgegengesetzten Eindruck, den ein Stück Brot in der Sonne vermittelt, kann ich nicht ohne Mühe generieren. China ist… anders. Und gleich. Muss man erlebt haben. Oder auch nicht.

Auf alle Fälle macht China Spaß und es ist anstrengend. Die einzelnen Episoden konntet ihr ja in der Vergangenheit nachlesen. Ab jetzt sind es noch 9 Wochen und es ist kurz. Inzwischen bin ich dabei meinen Rückflug zu buchen und bin schon mental auf dem Heimweg… Warum? Weil die Zeit hier rennt und man fürchterlich intensiv lebt. Ich bin unglaublich gealtert, weise geworden, aber kein Stück besser. Peking ist eine traumhafte Durchgangsstation. Quasi der McDonalds des Hauptbahnhofs. Man findet hier allerlei Existenzen, von den Gescheiterten, zu den Verzweifelten, vor allem zu den Besoffenen, bis hin zu den Königen der Welt und das macht es so toll. So lange man nicht länger als nötig zu den ersten drei gehört

. Ob ich mir vorstellen kann hier zu leben? Naja, es ist tatsächlich wie mit dem McDonalds im Hauptbahnhof – so lange man selbst auf der Reise ist und einen Zwischenstopp braucht – sei es die Toilette, wenn man wieder mal besoffen ist – dann ist es gut und recht. Um sich länger niederzulassen? Ich glaube es kaum. Man lernt zwar sehr viele Menschen und vor allem sehr spannende Menschen kennen, aber ein stabiles soziales Umfeld erscheint erstmal nicht so wirklich absehbar. Zumindest anhand von 3 Monaten Erfahrung.

Als Zwischenbilanz ist jedoch festzuhalten, dass ich mir vorstellen kann hier, als hier sei nun Peking und Shanghai definiert, länger, wobei das hier als ein bis zwei Jahre definiert sei, zu bleiben.

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Ohne Worte

Mai 19, 2009

Zu heiß.

Ma fan.

Kontakte…

Mai 19, 2009

Hallo ihr lieben treuen Leser,

anhand meiner Blogstatistik kann ich ablesen, dass trotz der unregelmäßigen Frequenz, in welcher ich meine literarischen Meisterwerke veröffentliche, einige doch sehr regelmäßig reinschauen. Habe ich Freunde oder ist die Klickrate der völlig verlorenen Internetabhängigen, die zu viel Zeit haben, so hoch? Man weiß es nicht. Ich schon. Freut mich, wenn ihr Spaß am mitlesen habt.

Irgendwie habe ich mich hier so langsam eingelebt – auch wenn die Woche Ferien vielleicht nicht das Wahre für meinen Lebensrhythmus war. Völlig durcheinander. Naja, richtig viel Neues gibt es diese Woche nicht – außer dass ich vielleicht wieder eine Idee für eine Unternehmung habe. David, bitte melde dich! Oder so.

Dafür hat es sich so langsam bei meinen Kommilitonen herumgesprochen, dass ich ein Bwler par excellence, ein Karrierist vor dem Herrn, quasi der Chinese unter den Europäern bin. Also nicht, was Körpergröße und Essgewohnheiten – ja, ich habe schon Hund gegessen – sondern die Ambitionen und den Ehrgeiz angeht. Was zunächst zu wellenartigen Anfällen der Verabscheuung führte und versucht wurde zynisch – so zynisch ein 21 Jähriger Kulturwissenschafter, der von Mutti’s Futtertüte lebt eben, sein kann – zu kommentieren und von mir natürlich sehr souverän aufgenommen wurde.So souverän ein 22 Jähriger dicker, weißer Europäer, der die Hitze nicht verträgt und sporadische Schlafstörungen hat, eben sein kann. Okay, ich habe hier nicht viele Freunde. Deutsche Freunde. Internationale schon. Vielleicht wäre es anders, wenn ich, wie soll ich sagen… nicht ganz so, naja ..- ich – wäre.Spaß bei Seite! Es ist hier eigentlich ganz nett. BWLer und Sinologen haben häufig divergierende Interessen und haben auch etwas andere Probleme. Ein Schelm könnte sagen, dass BWLer u.U auf höherem Niveau leiden – aber ich leide trotzdem.

Ich weiß auch nicht genau, was ich nach meinem Bachelor tun soll. Nur weil ich die Auswahl habe, löst sich das Problem nicht unbedingt von selbst. Nachdem ich aber inzwischen ein paar Erfahrungen auf der stürmischen See namens Arbeitsmarkt gemacht habe, lasse ich mich dazu hinreißen den Captain Ahab zu geben. Okay, Moby Dick wäre vielleicht passender – aber ein Wal in Asien zu sein, ist kein Spaß – aber ich tendiere zu Guybrush Threepwood, da Captn Sparrow dann doch zu hoch gegriffen wäre. Zurück zum Arbeitsmarkt – wie bereits zuvor analysiert, ist Asien, besonders China einfach kein Spaß. Sagen zumindest die Chinesen und viele Internationals, die ich kennen gelernt habe. Oder eben auch nicht. Es gibt dann doch diese big urban myths von den glorreichen und epochalen Legenden, die hier ein Praktikum gefunden haben und das Leben in vollen Zügen genießen. Wer sind diese Lichtgestalten, diese Apostel der der Karriere, deren Tempel die Wirtschaft und deren Gebet das Praktikum ist? Sie sind Erfolg. Sie strahlen Erfolg nicht nur aus – nein, sie sind wahrer Erfolg. Der Stoff aus dem Träume sind. In ihrer Umgebung spürt man geradezu wie sich die Karriere um sie herum entwickelt. Fällt ihnen tatsächlich alles zu?

Wohl kaum.

Karriere ist die exzellente Ausnutzung von vorhandenen Resourcen, zugegebenermaßen manchmal auch ein wenig positiv beeinflusst durch zufällige Gegebenheiten. Richtig, Karriere ist weder Gott gegeben, noch hervor bestimmt. Wieder richtig, der Kenner weiß jetzt schon, dass ich irgendwann auf die furchtbare Konsumtenhaltung der heutigen Generation eingehen werde. Später. Welche Faktoren können denn die Karriere beeinflussen? Natürlich die Wahl des Studiums, also Studienfach, Studienort, Noten, Reputation, Vernetzung in die Wirtschaft. Beim Thema Vernetzung fallen sofort Begriffe wie Netzwerk, Kontakte, Vitamin B und für die Sinologen Guanxi. Ein Punkt, den ich auch selten von Karrierechoaches höre, ist Folgender: Informationsvorsprung. Es geht darum schneller und mehr zu wissen als andere. Aber Achtung, es geht nicht um ein Informationsmonopol. Vermutlich hat nur chinesisches Fleisch an einem Straßenstand bei 40 Grad und Abstinenz einer Kühlvorrichtung eine kürzere Halbwertszeit als Informationen. Nicht zuletzt sind wir im Zeitalter der Wissensgesellschaft angekommen. Nur wer Informationen teilt, wird es schaffen langfristig ein leistungsfähiges Netzwerk aufzubauen. Informationsvorsprung wäre es gewesen an der KU Ingolstadt BWL mit Chinesisch und nicht in Tübingen. Dann würde ich nämlich 2 Jahre in Shanghai verbringen und würde 2 Abschlüsse bekommen. C’est la vie. Informationsvorsprung ist als Jurist nach China zu gehen, da sich hier gerade das Rechtssystem weiterentwickelt. Inzwischen sollten sogar Sammelklagen möglich sein.Ingenieure sind auch immer sehr beliebt. Und viel wichtiger, liebe Sinologen, Informationsvorsprung ist es zu wissen, wann welcher Mittelständler einen Sinologen braucht…

Noch ein Wehrmutstropfen für alle BWLer, die von ihren Sinologenfreunden – gibt‘ s sowas? – immer ausgelacht werden, dass sie niemals Geschäfte in China machen können, weil Ihnen die Guanxi, also Beziehungen fehlt: Auch den Sinologen fällt die Guanxi-Sache nicht einfach. Eigentlich ist das recht schwierig. Für alle. Jeder, der meinem Blog eine Weile folgt, wird jetzt erwarten, dass ich kreativ, keck und geistreich mich als Ausnahme darstellen werde. HA! Falsche Erwartungshaltung. Auch mir fällt es hier recht schwer, aber es gibt dennoch dein ein oder anderen Trick. Schritt 1 zu einem guten Start in China: Pflegt euer Heimnetzwerk. Ihr werdet kaum glauben, wieviel Menschen in der heutigen Zeit jemanden kennen, der jemand kennt, der etwas in Asien macht. Je besser ihr euer Heimnetzwerk nutzen könnt, desto einfacher wird es euch fallen hier etwas aufzubauen. Sollte kein Netzwerk verfügbar sein, was nicht sein kann – denn jeder kennt jemanden, der jemanden kennt – dann heißt es Netzwerk aufbauen.

Wie baue ich ein Netzwerk auf? Gute Frage und das an einem Sonntag, nach einer seeehr kurzen Nacht. Zuerst Soju trinken beim Koreaner, dann auf ins Propaganda, nach 3 Stunden Tanzen ging es dann auf direktem Weg zum 15 Kuai Burger. Hat Spaß gemacht! Zurück zum erfolgreichen Netzwerk. Ich befürchte, dass es kein Patentrezept gibt. Manche Menschen sind einfach Social Wildfires, die schnell mit Menschen ins Gespräch kommen und so in Windeseile ein Netzwerk aufbauen. Und manche Menschen sind es nicht. Bin ich ein Social Wildfire? Ich denke nicht. Kann ich deshalb trotzdem effizient netzwerken? Ich denke schon. Ich hoffe es zumindest und wenn die Realität einen guten Tag hat, dann ist sie auch fast dazu geneigt es zu bestätigen. Fast. Solltet ihr auch keine Social Wildfire sein und wollt trotzdem netzwerken, dann kann ich zumindest versuchen euch den ein oder anderen Ratschlag zu geben, der zumindest bei mir so weit ganz gut funktioniert hat. Zuerst mal die Standards, wie nett, zuvorkommend, höflich sein und ganz wichtig authentisch sein. Nachdem ihr das mehr oder weniger gemeistert habt, gilt es ganz klar zu wissen, was ihr könnt, was ihr wollt und wo es hingehen soll. Soll heißen, wisst was ihr bieten könnt. Im Personalerjargon könnte man hier von eurem Skill-Set, also der Ansammlung euer Fähigkeiten und Talente, sprechen. Und ihr solltet auch ungefähr wissen, wo es hingehen soll bzw. was ihr wollt. Und Orientierung zu finden und Input zu bekommen ist auch eine Richtung, liebe Gemeinde der vielleicht noch planlosen Sinologen. Keine Sorgen, die BWLer wissen es auch nicht wirklich. Bei Ihnen kann nach der Schwerpunktwahl durchaus der Weg schon vorgezeichnet sein. Und so vorbereitet kann es dann auch schon loslegen. Vielleicht noch flux ein Xing Profil eingerichtet und optimiert und zack könnt ihr mitten drin sein. Und jetzt kommt vermutlich das Schwiergiste, schon wieder so ein Kern von einem Pudel. Was das wohl für ein Hund war, den ich da mal gegessen habe… Pudels Kern: Proaktiv sein. Initiativ. Engagiert. Etc. pp. …Geht aktiv auf Firmen zu! Auf zu Bewerbermessen, irgendwelchen Stammtischen, Vereinigungen oder gründet noch besser eure eigene Hochschulgruppe und los geht‘ s… jetzt wollte ich schon aufhören mit Schreiben, dann hätte mich wohl so mancher gelyncht. Also, Menschen ansprechen und sagen, dass ihr euch für die Firma interessiert. Hier kann gefragt werden, was die Firma genau macht, wo sie tätig ist, wer so eingestellt wird, usw. Einfach wirtschaftlicher Smalltalk durch den man zeigt, dass man sich für die Bude interessiert. Auf deutsch – Interesse zeigen und nachfragen. Zum Beispiel auch zum Bewerbungsprozess. Zur Gesamtsituation. Das klappt schon. Undwenn ihr Kontakte habt, dann pflegt diese auch durch z.b. regelmäßige emails mit einem Update, was ihr gerade so macht. Es ist nicht wirklich schwer, wenn man systematisch an die sache rangeht…

Dekadenz

Mai 14, 2009

Hallo Leute,

na, wie geht‘ s euch? Meine Woche Ferien neigt sich dem Ende zu. Und so langsam ist Halbzeit meines Pekingaufenthalts, aber ihr wisst ja, dass ein Spiel ganze 90 Minuten dauert. Davon träumen die meisten Frauen wohl. Jedoch kommt die Zwischenbilanz erst demnächst – vielleicht mache ich es auch auf die chinesische Variante und es gibt 3 davon. Und wer das für Humbug hält, wird niemals einen IPO in China schaffen – und das würde sich heute echt lohnen. Tja, hier mal wieder eingestreutes Faktenwissen…

Noch mehr davon: In den Edelclubs Pekings lassen wohlhabende Chinesen zwischen 20,000 bis 40,000 Kuai liegen. Gut, wird in München ähnlich sein – aber ich habe dort selten 4 Lamborghinis gesehen. Mehrere S 63 und, und, und… schöne Frauen in kurzen Designer-…Stofffetzen. Die tun dem menschlichen Auge manchmal fast genau solche Qualen an, wie meine mangelnde Rechtsschreibung oder die 3 Fs in diesem Wort. Da drückt die Schreibweise schon die physische Disposition des Wortes aus, genau wie es das Wort Wurzelbehandlung bei den meisten Kontinentaleuropäern mit deutschem Sprachhintergrund tut.

Zurück zu der oberen Schicht, quasi der not-receiving-side-of-the-stick-always-fighting-a-downhill-battle, da sind sie nun, manche fett, manche trainiert und alle mit schönen Frauen und Designerklamotten und konsumieren munter vor sich hin. Vodka, Whiskey – alles in 5 Liter Flaschen, als wäre es ihr Zepter der Macht, das Auto ihre Krone und die Frau der Reichsapfel.

Grell! Das war mein erster Gedanke, als ich einen der besseren Clubs in Beijing betrat. Man wird von der grellen Laserlichtanlage begrüßt, die man sich vermutlich von George Lucas ausgeliehen hat – das Licht hätte vom Todesstern persönlich kommen können. Die Wirkung war beim ersten Mal ähnlich. Danach fühlt man sich so frisch wie Yoda und sieht mindestens genauso grün. Nachdem man den ersten Schock verdaut und sich an die hübschen Frauen und die echt gute Musik gewöhnt hat, schweift das Auge zur Dekadenz des Tages – da sehe sogar ich alt dagegen aus, wenn ich eine Yoda auf meiner Schulter sitzen hätte: Man freut sich zunächst, weil es so aussieht, als wäre die Tanzfläche gigantisch. Riesig – chinesisch eben. Weit gefehlt! Das was aus der Entfernung wie das Mekka des Clubbers aussieht, entpuppt sich später als riesiger Parkplatz der Dekadenz. So wie draußen auf dem Parkplatz die großen Karossen abgestellt sind, finden sich hier weiße Ledersofas, die mit 5 Liter Flaschen Schnaps und hübschen Frauen, die gelangweilt in die Ecke starren, wie es nur neureiche, gelangweilte Kiddies können und Johannes, ab deutlich zuviel Alkohol, dekoriert sind. Da wird nicht getanzt, nein da zeigt man die Abscheu vor dem Tanzen, da das Make-Up verrutschen und man in Kontakt mit niederen Wesen kommen könnte, oder so. Spannende Angelegenheit!

Wenn wir schon bei Dekadenz sind – nein, ich habe nicht schon wieder ein 5 Gänge Menu zu mir genommen, sondern ich war im Kino. Im VIP Kino. VIP bedeutet in diesem Fall ein kleines Kino mit riesigen Ledersesseln, einer Soundanlage, die es in sich hat und 17 Grad Innentemperatur. Da wird der Film fast zweitrangig, aber nur fast: Wolverine – sehr schönes Popcorn Kino. Macht Spaß.

Ganz im Gegensatz zum Wetter – es ist warm. Eklig. Aber sonst lebt es sich hier ganz nett…

Shanghai

Mai 9, 2009

Hallo zusammen,

nun sitze ich wieder einmal im Zug – ja, der Herr fährt Zug und zwar ganze 11 Stunden. Zurück. Zurück bedeutet in diesem Fall von Shanghai nach Beijing. Dienstagabend sind wir Punkt 19:43 Uhr in Beijing gestartet. Gleis neundreiviertel… ok. Gleis 2. Nachtzug. Das hat für mich bedeutet: Montagabend aus Datong ankommen, Wäsche waschen wollen, Waschmaschine verschrotten bzw. feststellen, dass verschrottet – fluchen, notdürftig reparieren – naja, ignorieren und ein bisschen in Bewegung setzen. Fluchen. Trotzdem genug Wäsche haben für 2 Tage Shanghai.

Dienstag, ausschlafen, frühstücken, emails, lernen und dann ging es mit 3 Mitreisenden los in Richtung Tiananmen, klassisches Touriprogramm und ein bischen mehr, was man eben so macht, wenn man am Bahnhof ist. Hauptsache viel laufen – man will ja im Nachtzug schlafen. Was auch sonst während 11 Stunden Fahrt?

So inzwischen ist Samstagmorgen, ich bin dank Hitze früh aufgewacht, habe geduscht und auf in Richtung Bridge Cafe – vor 8 Uhr morgens gibt es 20% Rabatt. Der Schwabe schlägt natürlich zu. Was auch sonst. Dabei ein nettes betrunkenes Trio kennen gelernt. Ziemlich betrunken – trotzdem nett. 3 Amerikaner, die einen Narren am britischen Akzent gefressen haben und jedes einzelne lustige Erlebnis rezitiert haben. Manche auch 3 mal. Ob sie das gemerkt haben, ich glaube es nicht. Nun kann man der Hitze und dem Smog beim schlimmer werden zuschauen. Peking.

Sogar die chinesischen Bedienungen haben schon Fächer und wir haben gerade 9.28 Uhr. Da war es in Shanghai deutlich angenehmer, weil Wind. Dorthin zu kommen war nicht so angenehm – schlaftechnisch. Da ich immer nur 90 Minuten Nickerchen gemacht habe. 90 Min schlafen, 10 Min wach, 90 Min schlafen… rince and repeat – ankommen. In Shanghai gab‘ s ertmal nen Hitze und Müdigkeitsschock, da die offene Umwelt, wie der Park, entgegen allen Erwartungen natürlich nicht klimatisiert ist. Sachen gibt‘ s. Auf alle Fälle sind wir dann erstmal los und haben uns eine Jugendherberge gesucht. Tja, Jugendherbergen waren aus, stattdessen eben 4 Sterne Hotel für ganze 6€ mehr pro Nacht. Ärgerlich – ich sag‘ s euch. Das Bett. Ein Traum.

Erstmal geduscht und dann das klassische Programm: BUNT. Nein, keine Wachsmalstifte, die meinem kindlichen Gemüt sicherlich entsprechen, sondern der District für den Shanghai bekannt ist. Riesige Glasfassaden und der Fluss. Sehr schöne Atmosphäre muss ich zugeben; das kann schon Spaß machen. Am Tag darauf ging es in die Touristenfalle namens Altstadt und dann noch das Shanghai-Museum. Ganz nett… Ja, ich weiß, ich bin ein Banause. Immerhin war Zweiteres sehr klimatisiert. Dafür voll mit Amerikanern. Typisches Touristenziel. Shanghai hat auch sehr schöne kleine Gassen und Cafes – der perfekte Ort für mich, um zu entspannen. Vielleicht sollte ich noch über einen längeren Shanghaiaufenthalt nachdenken….

Ausflug

Mai 4, 2009

Hallo zusammen,

na, hat in Deutschland der Sommer langsam angefangen? Heute wurden das erste Mal mehr als 30 Grad Celcius in Peking vermeldet – gut, dass ich nicht da war. Ich war nämlich bei unserem 2. Ausflug und dieser führte uns in das schöne oder auch weniger schöne, zumindest in der Sanierung befindente Städtchen DaTong.

Am Samstag ging es quasi pünktlich um kurz nach halb 8 auf nach DaTong. Nach guten 4,5 Stunden waren wir dann auch schon da. Natürlich wird nach guter alter chinesischer Manier mindestens eine Pause gemacht, bei der die lokale Wirtschaft durch Kauf von Cola und Eis großzügig durch meine Kommilitonen unterstützt wurde. Danach ging es Koreanisch Mittagessen. Nicht schlecht – aber auch nicht großartig. Nach dem großen Fressen in Chengde waren meine Erwartungen für dieses Mal hoch gesteckt und wurden vergleichsweise bitterlich enttäuscht und das auf einem hohen Niveau. Es gab einfach zu wenig Fleisch. Dafür gab es es dann für schlappe 13 Euro ein 5- Gänge Menü.

Zu Gemüte geführt haben wir uns: Die Grotten, die hängenden Klöster und ein Kohle Bergwerk. Am spannendsten war allerdings die Dimension des Massentourismus. Jetzt kenne ich endlich Orte, an denen man berechtigterweise von Massentourismus spricht… Viele Treppenstufen und mindestens 2 Chinesen pro Stufe.

So, das war die extrem kurze Übersicht… und morgen geht‘ s nach Shanghai!