Zwischenbilanz (kurz)

Guten Morgen Deutschland,

hier ist es 5 Uhr und ich kann nicht mehr schlafen. Dafür bin ich aber auch nicht mehr müde. Guter Deal, ne? Wie ich das gemacht habe – keine Ahnung, aber besser als die letzten Tage als ich schlafen konnte und trotzdem müde war. Vielleicht liegt‘ s am Wetter, dem Smog… man weiß es nicht.

So, die Halbzeit ist überschritten – für die meisten Menschen ein guter Grund eine Zwischenbilanz zu ziehen… Bilanzen kann ich. Vielleicht nicht Wagner‘ sche Theorie, aber sonst bin ich dabei mit allem was dazu gehört. Bis auf lästige Ellbogenschoner natürlich.

Zurück zur Zwischenbilanz. Wie ist China eigentlich?

Diese Frage sollte ich ja nun eigentlich völlig souverän als Wahlbeijinger beantworten können und dabei noch einen weltmännischen, kosmopolitischen Eindruck machen. Genau den entgegengesetzten Eindruck, den ein Stück Brot in der Sonne vermittelt, kann ich nicht ohne Mühe generieren. China ist… anders. Und gleich. Muss man erlebt haben. Oder auch nicht.

Auf alle Fälle macht China Spaß und es ist anstrengend. Die einzelnen Episoden konntet ihr ja in der Vergangenheit nachlesen. Ab jetzt sind es noch 9 Wochen und es ist kurz. Inzwischen bin ich dabei meinen Rückflug zu buchen und bin schon mental auf dem Heimweg… Warum? Weil die Zeit hier rennt und man fürchterlich intensiv lebt. Ich bin unglaublich gealtert, weise geworden, aber kein Stück besser. Peking ist eine traumhafte Durchgangsstation. Quasi der McDonalds des Hauptbahnhofs. Man findet hier allerlei Existenzen, von den Gescheiterten, zu den Verzweifelten, vor allem zu den Besoffenen, bis hin zu den Königen der Welt und das macht es so toll. So lange man nicht länger als nötig zu den ersten drei gehört

. Ob ich mir vorstellen kann hier zu leben? Naja, es ist tatsächlich wie mit dem McDonalds im Hauptbahnhof – so lange man selbst auf der Reise ist und einen Zwischenstopp braucht – sei es die Toilette, wenn man wieder mal besoffen ist – dann ist es gut und recht. Um sich länger niederzulassen? Ich glaube es kaum. Man lernt zwar sehr viele Menschen und vor allem sehr spannende Menschen kennen, aber ein stabiles soziales Umfeld erscheint erstmal nicht so wirklich absehbar. Zumindest anhand von 3 Monaten Erfahrung.

Als Zwischenbilanz ist jedoch festzuhalten, dass ich mir vorstellen kann hier, als hier sei nun Peking und Shanghai definiert, länger, wobei das hier als ein bis zwei Jahre definiert sei, zu bleiben.

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