Zu lang in China?!

Hallo zusammen,

die Cleveren unter den Interessierten haben es schon längst geahnt: Ich habe mich in China eingelebt und es gibt weniger zu erzählen. Vielleicht bin auch schon zu lange in China und wundere mich einfach über nichts mehr… zum Beispiel die weiße Smogwand, die es hier seit Tagen gibt und die einhergehende Müdigkeit und das viel zu heiße Wetter, dass mich nur noch 3 Stunden am Stück schlafen lässt.

Geht es mir schlecht? Auf gar keinen Fall. Man gewöhnt sich irgendwie an fast alles und bloggt dann irgendwie auch nicht mehr so viel… Der Sommer hat in BJ voll eingeschlagen, soll heißen zu warm und zu anstrengend. Jeder flieht, der fliehen kann. Unter jeder fallen auch Sprachpartner und Freunde, die einfach schon fertig sind mit dem Semester. Nur unser Semester geht einfach mal länger. In meinen Augen einfach zu lang. Lustig? Gar nicht! Da ich aber keine Klausuren schreiben muss, könnte man zu dem Trugschluss kommen, dass ich jetzt ja Zeit habe – HA! Ich nutze meine Zeit quasi sinnvoll und versuche auf den GMAT zu lernen. Wer einen Master machen will, braucht wohl einen GMAT. Damn!

Seit dem Xinjiang Zwischenfall ist mein Zeitvertreib gefährlich gefährdet: Das Internet! Inzwischen langsam und viel zu viel gesperrt. Einfach kein Spaß!

Da meine Wohnung einfach nicht so gut klimatisiert, geschweige denn so geschmackvoll eingerichtet ist, wie das westliche 24 Stunden Cafe habe ich meinen Lebensfokus ganz klar dorthin verlagert. Außerdem bekommt immer kostenlos kaltes Wasser nachgeschenkt – großartig! Da macht das Lernen oder Chillen einfach noch mehr Spaß. Wer sich jetzt fragt, was Lebensfokus bedeutet, dem sei gesagt, dass der Rekord der Anwesenheit bei 16 Stunden liegt und nein, ich gebe dabei kein Vermögen aus! Ich trinke nur unglaublich viel Wasser. Ach ja, der Rekord wurde gestern aufgestellt. Danach ging es spontan um 3 Uhr morgends Burger holen, um dann bei Sonnenaufgang dem Hissen der chinesischen Flagge auf Tiananmen beizuwohnen. Coole Idee, oder? Die hatten leider auch tausende anderer Chinesen. Busladungsweise fielen sie wie die Hunnen ein. Und dann standen wir da ganz vorn, die Massen drückten von hinten und das einzig sichtbare war der Smog. Nach einer Stunde des kuschligen Wartens und des Behauptens, dass wir kein Wort Chinesisch sprechen – sonst hätten sie und nach hinten diskutiert – wurde endlich die Flagge gehisst. Sachen gibt‘ s! So viel von mir. Am zweiten August bin ich wieder in Deutschland…

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